Der Nordwesten

Die Provinz Guanacaste befindet sich im Nordwesten von Costa Rica und hat eine Fläche von etwas mehr als 10 000 Quadratkilometern. In der Provinz, deren Hauptstadt Liberia ist, leben rund 260 000 Menschen. In Guanacaste gibt es einige sehr reizvolle Ziele, die Sie bei einem Urlaub in Costa Rica nicht versäumen sollten.

Tamarindo – Ausgangspunkt für ihre Entdeckungsreise
Tamarindo ist ein touristisches Zentrum an der Pazifikküste von Costa Rica. Von der Hauptstadt San José erreichen Sie das Städtchen nach ungefähr sechs Stunden Autofahrt. Tamarindo ist ein idealer Ort für abwechslungsreiche Tage, hat eine gute touristische Infrastruktur mit Hotels, Restaurants, Bars und bietet vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Zudem ist Tamarindo ein guter Ausgangspunkt, um die Nationalparks von Guanacaste zu besuchen. An der Playa Tamarinda können Sie hervorragend surfen, aber auch ihre ersten Versuche auf dem Surfbrett unternehmen. Nördlich von Tamarindo befindet sich am Playa Grande ein wichtiger Eiablageplatz der Lederschildkröten. Naturfreunde dürfen einen Ausflug in das Mündungsgebiet des Río Matapalo nicht versäumen. Hier können Sie zahlreiche Wasservögel und Krokodile beobachten. Tamarindo ist zudem Ausgangspunkt für Schiffstouren zu den Islas Catalinas, um bei einem Tauchgang die interessante Unterwasserwelt zu bestaunen.

Der Monteverde Nationalpark
Der im Süden von Guanacaste gelegene Nebelwald Monteverde ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Er befindet sich an der Cordillera de Tilaran auf Höhen zwischen 800 und 1800 Metern und ist von der Ortschaft Santa Elena auf einer unbefestigten Straße zu erreichen. Durch den Nebelwald führen mehrere Wanderwege, um die artenreiche Flora und Fauna zu erleben. In dem Schutzgebiet kommen rund 2500 Pflanzenarten, darunter zahlreiche Orchideenarten vor und es ist Heimat vieler Tiere. Zu den hier vorkommenden Säugetierarten zählen Tapire, verschiedene Wildkatzen und Affen. Bei einer Wanderung durch den fast märchenhaft anmutenden Nebelwald lassen sich zahlreiche Vogelarten wie Tukan oder Kolibris, Reptilien und Amphibien beobachten.

Der Arenal Nationalpark
Rund um den 1633 Meter hohen und noch aktiven Vulkan Arenal befindet sich ein sehenswerter Nationalpark, der von vielen Urlaubern besucht wird. Ausgangspunkt für Erkundungen in den Park ist das Städtchen Fortuna an der Ostseite des majestätischen Vulkankegels. Im Schutzgebiet des Parks erwartet Sie ursprünglicher Regen- und Nebelwald, Flüsse und Wasserfälle und eine vielfältige Fauna und Flora. Einer der am meisten besuchten Orte rund um den Vulkan ist Tabacón, nördlich des Arenal gelegen. Hier befinden sich mehrere durch den Vulkan erhitzte heiße Quellen.

Nationalpark Rincón de la Vieja
Der nach dem gleichnamigen Vulkan Rincón de la Vieja benannte Nationalpark ist eines der vielseitigsten Schutzgebiete in Costa Rica. Um den Nationalpark zu erreichen, fahren Sie die Panamericana von Liberia aus in nördlicher Richtung. Nach wenigen Kilometern folgen Sie dem Hinweis nach Curubandé und fahren von dort aus zur Rangerstation Las Pailas. Von hier können Sie ein sehr interessantes Gebiet des Nationalparks erkunden, denn es ist voller geothermischer Aktivität. Heiße Quellen, blubbernde Schlammtöpfe und dampfende Wasserflächen liegen am Wegesrand. Wenn Sie körperlich fit sind, empfiehlt sich eine Wanderung auf den Gipfel des Rincón de la Vieja, von wo Sie eine atemberaubende Aussicht genießen können. Insgesamt hat der Park eine Fläche von über 14 000 Hektar und schützt vielfältige Landschafts- und Vegetationsformen. Neben zahlreichen Säugetieren wie Tapir, Puma und Affen leben mehr als 200 Vogelarten im Nationalpark.