Die Pazifikküste

Im Westen Costa Ricas liegt die Provinz Puntarenas und nimmt den größten Teil der Pazifikküste des Landes ein. Auf einer Fläche von rund 11 260 Quadratkilometern leben etwa 360 000 Menschen. Bei einer Reise nach Costa Rica gibt es in der Provinz Puntarenas einige tolle Highlights zu entdecken, die Sie nicht versäumen dürfen.

Bedeutende touristische Region
Die Provinz Puntarenas zählt zu den wichtigsten touristischen Regionen Costa Ricas und hat für den Feriengast eine Menge zu bieten. Ausgangspunkt für ihre Entdeckungsreisen in der Provinz ist am besten die gleichnamige Hauptstadt Puntarenas, die über einen malerischen Stadtkern mit sehenswerten Gebäuden aus der Kolonialzeit verfügt. In den Urlaubsdestinationen der Provinz können Sie den verschiedensten Aktivitäten wie Reiten, Radfahren oder Sportfischen nachgehen. Absolute Highlights in der Provinz Puntarenas sind Besuche einer intakten Natur in den verschiedenen Nationalparks, die Sie absolut begeistern werden.

Der Nationalpark Manuel Antonio
Mit seiner Größe von rund 650 Hektar ist der Nationalpark Manuel Antonio einer der Kleinsten in Costa Rica. Er ist bei Reisenden allerdings sehr beliebt, da er sehr gute Beobachtungsmöglichkeiten auf Tiere bietet. Sie finden den Nationalpark einige Kilometer südlich der Ortschaft Quepos, der Parkeingang selbst befindet sich an der Playa Espadilla. Highlights des Parks sind seine herrlichen Strände und sein tropischer Regenwald mit einer üppigen Vegetation und artenreichen Tierwelt. Da sich die Tiere im Park inzwischen an den Menschen gewöhnt haben, können Sie durchaus Faultiere, verschiedene Affenarten, zahlreiche Vögel und bunte Schmetterlinge beobachten. Daher lohnt es sich, die breiten Wege auch mal zu verlassen und den schmaleren Pfaden zu folgen. Mit etwas Glück machen Sie auch mit dem Totenkopfäffchen Bekanntschaft, die Sie neben dem Corcovado Nationalpark nur hier antreffen können. Aufgrund der gefährlichen Meeresströmungen sollten Sie allerdings nur in geschützten Buchten schnorcheln oder tauchen.

Der Nationalpark Corcovado
Bereits im Jahr 1975 wurde der Corcovado Nationalpark unter Schutz gestellt und gehört zum biologischen Korridor Osa. Durch Ankauf von Land sollen die beiden Nationalparks Corcovado und Piedras Blancas miteinander verbunden werden. Der Park liegt abseits und ist nicht ganz einfach zu erreichen. Während der Hauptsaison bringt Sie ein sogenanntes Colectivo von Puerto Jiménez nach Carate. Von Drake Bay aus werden Bootstouren nach San Pedrillo oder Sirena angeboten. Wenn Sie den Nationalpark besuchen möchten, müssen Sie drei Tage dafür einplanen und über eine gute Kondition verfügen. Die kilometerlangen Wanderungen durch dichten Urwald, übrigens der Artenreichste nördlich des Amazonasbeckens, und entlang der Strände ist anstrengend. Zudem müssen Sie Flüsse durchqueren, was nur bei Ebbe möglich ist. Aber auch dann ist es nicht gefahrlos, denn Krokodile sind manchmal kaum zu erkennen. In diesem Schutzgebiet gibt es Hunderte von Baumarten sowie rund 140 Säugetierarten. Darunter sind Tapire, Jaguare, Ameisenbären und sämtliche in Costa Rica heimische Affenarten. Dazu kommen zahlreiche Reptilien, Pfeilgiftfrösche und Insekten. Wahrlich ein Paradies auf Erden.

Der Nationalpark Piedras Blancas
Der Piedras Blancas Nationalpark mit seiner Fläche von 143 Quadratkilometern soll naher Zukunft durch den Osa-Korridor mit dem Corcovado Nationalpark verbunden sein und ein einzigartiges Ökosystem bilden. Zugang zum Park erhalten Sie über das Dorf La Gamba. Der landschaftlich reizvolle Park reicht im Südwesten bis an den Golfo Dulce heran und kann mit herrlichen Sandstränden aufwarten, die immer wieder durch felsige Abschnitte unterbrochen sind. Im Nationalpark Piedras Blancas werden seltene Pflanzenarten geschützt und unter dem immergrünen Blätterdach des Dschungels haben seltene Tierarten ihre Heimat. Neben Säugetierarten wie Puma, Ozelot oder Nasenbär fühlen sich auch Krokodile, zahlreiche Schlangenarten und über 300 Vogelarten sehr wohl.